Heute möchte ich mit euch über etwas sehr Persönliches sprechen. Seit Ende des letzten Jahres durchlebe ich die bisher schwierigste Phase meines Lebens.. Schwere Phasen zu durchleben, das bin ich bisher ja schon gewohnt, aber dieses Mal fühlt es sich viel schlimmer an.
Sie ist besonders herausfordernd, da die Beeinträchtigungen durch meine Querschnittslähmung die Situation zusätzlich verstärken. Depressionen in Verbindung mit körperlichen Einschränkungen erzeugen eine komplexe Dynamik, die schwer zu navigieren ist.
Eine der größten Entscheidungen meines Lebens war, mit dem Cannabis-Rauchen aufzuhören. Dies war keine leichte Entscheidung, da Cannabis meinen körperlichen Zustand spürbar beruhigte und mir in vielerlei Hinsicht Schmerzen nahm. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass es auf lange Sicht meinem geistigen Wohlbefinden schadete. Der Entschluss, damit aufzuhören, war ein langsamer Prozess.
Die Entzugserscheinungen waren intensiv und vielfältig. Schlafprobleme, steigende Schmerzen, Angstzustände – sie alle wurden zu täglichen Begleitern. Selbst einfache Aufgaben wurden zu einer Herausforderung. Meine Konzentrationsfähigkeit und mein Gedächtnis litten enorm darunter.
Zu dieser physischen und geistigen Belastung kam hinzu, dass mein soziales Umfeld kleiner wurde. Die kalten Monate machten es mir fast unmöglich, nach draußen zu gehen und Aktivitäten zu unternehmen, die mir Freude bereiten könnten. Die Spastiken, die ich erlebte, wurden schmerzhafter und Schränken mich noch mehr ein.. Dazu kam das ständig schlechte Wetter, die fehlende Sonne, was zu einem Vitamin-D-Mangel führte – ein weiterer Faktor, der mein Wohlbefinden beeinträchtigte.
All dies führte zu einer tiefen Depression. Es ist ein Zustand, der schwer zu beschreiben ist. Selbst umgeben von Menschen, fühlte ich mich isoliert und allein.
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