Psyche / 29. Januar 2024

Mein Kampf gegen De­pres­sio­nen

Heute möchte ich mit euch über etwas sehr Persönliches sprechen. Seit Ende des letzten Jahres durchlebe ich die bisher schwierigste Phase meines Lebens.. Schwere Phasen zu durchleben, das bin ich bisher ja schon gewohnt, aber dieses Mal fühlt es sich viel schlimmer an.

Sie ist besonders herausfordernd, da die Beeinträchtigungen durch meine Querschnittslähmung die Situation zusätzlich verstärken. Depressionen in Verbindung mit körperlichen Einschränkungen erzeugen eine komplexe Dynamik, die schwer zu navigieren ist.

Eine der größten Entscheidungen meines Lebens war, mit dem Cannabis-Rauchen aufzuhören. Dies war keine leichte Entscheidung, da Cannabis meinen körperlichen Zustand spürbar beruhigte und mir in vielerlei Hinsicht Schmerzen nahm. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass es auf lange Sicht meinem geistigen Wohlbefinden schadete. Der Entschluss, damit aufzuhören, war ein langsamer Prozess.

Die Entzugserscheinungen waren intensiv und vielfältig. Schlafprobleme, steigende Schmerzen, Angstzustände – sie alle wurden zu täglichen Begleitern. Selbst einfache Aufgaben wurden zu einer Herausforderung. Meine Konzentrationsfähigkeit und mein Gedächtnis litten enorm darunter.

Zu dieser physischen und geistigen Belastung kam hinzu, dass mein soziales Umfeld kleiner wurde. Die kalten Monate machten es mir fast unmöglich, nach draußen zu gehen und Aktivitäten zu unternehmen, die mir Freude bereiten könnten. Die Spastiken, die ich erlebte, wurden schmerzhafter und Schränken mich noch mehr ein.. Dazu kam das ständig schlechte Wetter, die fehlende Sonne, was zu einem Vitamin-D-Mangel führte – ein weiterer Faktor, der mein Wohlbefinden beeinträchtigte.

All dies führte zu einer tiefen Depression. Es ist ein Zustand, der schwer zu beschreiben ist. Selbst umgeben von Menschen, fühlte ich mich isoliert und allein.

KOMMENTARE ZUM BEITRAG

Kommentare

Alternativ über das separate Formular: Kommentar schreiben

WEITER IM GESPRÄCH

Gedanken oder Fragen dazu?

Schreib mir

WEITERLESEN

Weiterlesen im Blog.

Zum Blog
Psyche

Die Be­stim­mung zu helfen!

Es hat alles damit angefangen. Schon immer habe ich den Drang verspürt, anderen Menschen zu helfen und ihr Leben angenehmer zu machen. Doch dann hat sich mein Leben …

3 Min. Lesezeit
Psyche

Ich musste meine Aus­bil­dung abbrechen

Es ist jetzt zwei Jahre her, dass ich eine Ausbildung gesucht habe, in der ich mich trotz meiner Einschränkung verwirklichen kann. Leider wurde ich von vielen Betrieben …

2 Min. Lesezeit
Psyche

Gedanken und Gefühle

Ich bin nie der beste darin gewesen meine negativen, schmerzhaften traurigen Gefühlen auszudrücken, deshalb habe ich sie nie so erwähnt. Ich habe im Laufe der Zeit …

2 Min. Lesezeit