Neulich hat der SWR über mich berichtet: „Robin Bowman ist querschnittsgelähmt und erzählt Schülern von seinem Verkehrsunfall.“
Für mich ist es immer ein komisches Gefühl, wenn ich meinen Namen in einer Schlagzeile lese. Denn hinter diesen wenigen Worten steckt mein ganzes Leben – mit allen Höhen, Tiefen und den unzähligen Momenten dazwischen.
Ich erzähle Schülern von meinem Unfall nicht, weil ich Mitleid möchte oder weil ich meine Geschichte auf einer Bühne groß ausstellen will. Ich tue es, weil ich glaube, dass Ehrlichkeit die stärkste Form von Prävention ist. Junge Menschen müssen verstehen, dass eine einzige Entscheidung im Straßenverkehr alles verändern kann – im Guten wie im Schlechten.
Der SWR hat in seinem Artikel sehr schön auf den Punkt gebracht, worum es mir geht: Ich will nicht abschrecken, sondern aufrütteln. Meine Vorträge – oder besser gesagt: meine Gespräche sind Real-Talk ohne Filter. Ich spreche darüber, wie es ist, wenn man plötzlich nicht mehr laufen kann. Aber ich spreche auch darüber, dass das Leben trotzdem weitergeht. Dass man trotz aller Einschränkungen neue Wege finden kann, wieder Freude zu empfinden und Ziele zu verfolgen.
Besonders gut, fande ich, dass im Beitrag erwähnt wird, wie Schüler nach meinen Erzählungen reagieren. Manche sind geschockt, andere nachdenklich, einige kommen hinterher zu mir und erzählen von eigenen Erlebnissen.
Dass meine Arbeit nun auch vom SWR aufgegriffen wurde, zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Es ist eine Motivation, noch mehr Schulen zu besuchen, noch mehr junge Menschen zu erreichen und vielleicht den einen oder anderen davor zu bewahren, selber einen Unfall zu haben.
Am Ende bleibt für mich die wichtigste Botschaft: Ein Unfall kann alles verändern – aber wie wir mit unserem Schicksal umgehen, liegt immer noch bei uns selbst.
Hier die zeitungsbeiträge von SWR
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